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    Die Modernisierung eines Faches Volkskunde an der Universität Tübingen Fastnacht ist ein gutes Beispiel um zu zeigen, wie sich in der Nachkriegszeit am „Ludwig- Uhland-Institut für deutsche Altertumswissenschaft, Volkskunde und Mundartenforschung“ Forschung und Lehre schrittweise veränderten. Die damit vollzogene Modernisierung des Fachs ist direkt mit Hermann Schneider (1886–1961), Hugo Moser (1909– 1989), Helmut Dölker (1904–1992), vor allem aber mit dem 1960 als Professor berufenen Hermann Bausinger verbunden. Hermann Bausinger eröffnete mit seiner 1952 verfassten Dissertation „Alltägliches Erzählen“, mit den in den „Neuen Siedlungen“ durchgeführten „volkskundlich- soziologischen Untersuchungen“ und mit seiner 1961 veröffentlichten Habilitationsschrift „Volkskultur in der technischen Welt“ für Fach und Institut einen Weg in die Gegenwart. Und er beschäftigte sich gleichzeitig – was für die Namensdiskussion wichtig werden sollte – früh mit der „nationalsozialistischen Volkskunde“.

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    Die Modernisierung eines Faches Volkskunde an der Universität Tübingen Die Behandlung von Themen der Gegenwart, die im Forschungsprozess übliche Teamarbeit sowie die im Institutsalltag praktizierte flache Hierarchie machten das LUI schnell für interessierte Studierende attraktiv. Das 1969 von Martin Scharfe und Rudolf Schenda initiierte Wandschmuck-Projekt steht stellvertretend dafür: Über mehrere Semester hinweg wurde nach den passenden Theorien und den besten Methoden gesucht. Selbst die damals neue Lochkarte kam dabei zum Einsatz. Der „röhrende Hirsch“ zeugte so als Gegenstand der Massenkultur von einem in Bewegung geratenen Institut.

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