• Info
  • Toggle gyroscope controls
  • Tiny planet view
  • Sound on/off
  • Edit
  • Virtual reality
  • Fullscreen
    Close

    **Vom Nullpunkt des Landes zu den Sternen** Läuft man den Berg zum Schloss Hohentübingen hinauf, befindet sich vor dem zweiten Schlossportal rechterhand ein kleines rundes Gebäude. Wussten Sie, dass es sich dabei um das Bohnenberger Observatorium, auch bekannt als Schloss-Sternwarte, handelt? Hinter diesem unscheinbaren Sandsteinhäuschen verbirgt sich eine spannende Geschichte rund um den Namensgeber Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger (1765–1831), ein ehemaliger Professor für Mathematik und Astronomie an der Universität Tübingen. Was sich hinter der Holztüre des Häuschens befindet, wie Tübingen hier zum „Nullpunkt“ zahlreicher Erkenntnisse wurde und wie sich Bohnenbergers wissenschaftlicher Ehrgeiz zur Ironie der Geschichte entwickelte: all jenen Fragen will diese Ausstellung auf den Grund gehen. Bild *Die Bohnenberger-Sternwarte | © Till Credner I Allthesky.com*

    1935 wurde von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) ein Einschlagkrater nach Bohnenberger benannt. Er befindet sich auf der südlichen Mondvorderseite in einer Tiefebene (Mare).

    Ansicht 2 1 Einf├╝hrung

    **Astronom statt Theologe** Als Sohn eines Pfarrers war Bohnenberger eine theologische Karriere vorbestimmt. Doch er entschied stattdessen sein Leben den Naturwissenschaften zu widmen. In den Fußstapfen des Vaters, schlug Bohnenberger (1765-1831) zunächst eine theologische Ausbildung am Evangelischen Stift in Tübingen ein. Doch die Begeisterung für Naturwissenschaften ließen ihn nicht los. Er besuchte zahlreiche Vorlesungen in Mathematik, Physik und Astronomie. Als Pfarrvikar verfasste er astronomische Lehrbücher und baute Winkelmessinstrumente in der Werkstatt seines Vaters. Bohnenberger entschied sich schließlich endgültig für seine Leidenschaft und absolvierte eine Ausbildung in Astronomie. Dies sollte sich lohnen: 1796 übernahm er die Leitung der Sternwarte in Tübingen und zog mit seiner Familie in eine Dienstwohnung im Ostflügel des Schlosses Hohentübingen. Er etablierte sich als ordentlicher Professor der Mathematik und übernahm sogar die Leitung der Mathematik und Naturwissenschaften. Bohnenbergers Leistungen als Astronom, Erfinder und Vermesser des Landes Württemberg stellen ihn als bedeutendsten Direktor der Sternwarte heraus. Bild *Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger | © Privatbesitz*